Was ich fragen wollte, habe Felgen gepulvert mit schwer zugänglichen Stellen. An diesen Stellen müsste ich etwas mehr pulvern dadurch sind die auch dunkler geworden. Wäre es vielleicht besser in dem Fall die Felgen kalt zu pulvern? Ich pulvere die sonst immer heiß, habe aber mit der Pulverlacklasur noch nicht so viel Erfahrung?

Die Vermutung wäre, da an den schwer zugänglichen Stellen mehr Pulver aufgetragen wurde, der Glanzgrad vom Rest der Felge abweicht. Normalerweise arbeiten wir immer mit kalten Teilen. Zuallererst beschichten wir das Grundierungspulver, dadurch wird die Sichtbarkeit der Pulverschichten erhöht (neben den bekannten Vorteilen), damit eine gleichmäßige Auftragung erreicht wird. Bei der Beschichtung fangen wir grundsätzlich mit den "schweren" Stellen an, von den wir wegarbeiten. Die spätere Einschätzung, ob die Schichtstäke überall identisch ist, kontrollieren wir noch einmal penibel mit einer Lampe und gegebenenfalls mit einem Schichtstärkenmessgerät.

Wurden die Teile vor dem Candygold Pulver verchromt oder hochglanz poliert oder wurde erst ein grundton gepulvert?

Die Teile wurden zuerst mit dem Grundierungspulver, anschließend mit dem Chrom Pulver und zuletzt mit der Gold Lasur beschichtet. Wir bieten auch ein Komplett Set an mit den aufgezählten Komponenten.

Ich habe diese Grundierung zusammen mit anderen Pulverlacken bei Ihnen gekauft. Ich beschichte einige Metallteile (verzinkte und unverzinkte sandgestrahlte Teile). Da die Teile an der KFZ-Bremsanlagen zum Einsatz kommen, möchte ich sie zusätzlich noch grundieren (besserer Rostschutz), anschließend erst mit Farbe überpulvern. Mein Problem ist, ich bekomme die Farb-Pulverschicht auf die Grundierung nicht drauf, sie haftet einfach nicht! Die Grundierung lässt sich dabei problemlos pulvern. Ich brenne sie bei ca. 180-200°C 10-12 min ein. Anschließend lasse ich die Teile auskühlen und versuche meinen Lackpulver drauf zu pulvern, als zweite Schicht. Das geht aber kaum!!! Wie kann man das besser machen? Oder mache ich was falsch?

Eine mögliche Fehlerquelle könnte die nicht ausreichende Stromstärke bei der Beschichtung mit der Grundierung gewesen sein, da die Schichtstärke zunimmt und somit die Leitfähigkeit abnimmt, da müssten Sie eventuell die Stromstärke erhöhen um das komplette Werkstück mit der gleichen Spannung zu versorgen, sonst können sich Spannungspunkte bilden, die einen gleichmäßigen Auftrag des Pulvers verhindern.
Sie sprachen von Spannung, meist wird bei den Pulverbeschichtungsgeräten die Stromstärke verändert, Maßeinheit "mA". Leider kommt es häufig zu Fehlern bei diesen Geräten hinsichtlich der Stromstärke und Spannung. Wir benutzen die industriellen Pulverbeschichtungsgeräte von Gema, deshalb können wir hier nur Vermutungen anstellen. Aber es müsste am Gerät selber liegen. Bei den Pulverlacken in Kombination RAL- und Grundierungspulvern gibt es unserer Erfahrung nach keine Probleme.

Wird das Grundierungspulver erst aufgetragen und eingebrannt und dann der gewünschte Farbton aufgetragen oder erst das Grundierungspulver und dann gleich den gewünschten Farbton und dann einbrennen?

Zuerst wird das Grundierungspulver aufgetragen und eingebrannt, danach wird der gewünschte Farbton beschichtet. Sie brauchen nicht warten bis das Werkstück abgekühlt ist, sondern können direkt weiter beschichten.

Wie viel Gramm an Pulver wären den Ungefähr nötig um einen Fahrradrahmen zu Bepulvern?

Das ist abhängig von der gewünschten Schichtstärke und der benutzten Pulverpistole, aber so ungefähr kann man mit ca. 250 g – 500 g für Rahmen und Gabel rechnen.

Wo kommt der Pulver her und wielange ist es haltbar?

Wir kaufen das Pulver direkt vom Hersteller. Der Hersteller gibt eine Haltbarkeit von 1-2 Jahren an, entscheidend ist aber natürlich die richtige Lagerung. Wir können versichern, dass wir immer neues/frisches Pulver da haben und keine Restbestände etc. verkaufen.